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Die Unzensierte Minecraft-Bibliothek

Die Firma Blockworks hat eine Bücherei in Minecraft gebaut, die den Menschen Zugang zu unzensierten Texten geben soll, die in Staaten leben in denen digitale Zensur von Webseiten, Blogs und Social Media herrscht. Minecraft wurde als Medium gewählt weil dieses Spiel auch in solchen Staaten meist nicht verboten ist. Die Reporter ohne Grenzen nutzen dieses Schlupfloch um die Zensur in solchen Ländern zu umgehen. Außerdem bietet Minecraft die Möglichkeit Texte in Form von Büchern zu teilen.

Die Unzensierte Bücherei öffnete am 12. März 2020 ihre Pforten. Journalisten aus fünf Ländern nutzen diese Bücherei um ihre Texte denen zugänglich zu machen, die unter staatlicher Zensur leiden. Die Unzensierte Bücherei kann direkt über den Link visit.uncensoredlibrary.com/ besucht werden. Man kann sie aber auch auf der offiziellen Webseite lokal herunterladen.

Die Webseite des Projekts: https://uncensoredlibrary.com/

Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=vFKvjEV6muc

Liste „nicht feiertagsfreier“ Filme veröffentlicht

Die Piratenpartei in Schleswig-Holstein hat eine Liste mit 700 Filmen veröffentlicht, die von der USK seit 1980 als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft wurden. Filme, die als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft wurden, dürfen an „stillen Feiertagen“, wie etwa dem Karfreitag oder dem Heiligabend nicht vorgeführt werden. Im Oktober 2015 berichtete Schnittberichte sogar über einen aktuellen Fall einer Gruppe Atheisten, die am Karfreitag „Das Leben des Brian“ vorführen ließen um gegen die Feiertagszensur zu protestieren und daraufhin einen Bußgeldbescheid über 328,50 € erhielten.

Wer sich diese Liste nun anschaut, wird verwundert feststellen das es nicht nur hartes Männerkino auf die Feiertagszensurliste der FSK geschafft hat, sondern sogar Kinderfilme, wie etwa Max und Moritz, Nick Knatterton’s Abenteuer oder Komödien von Hallervorden, Juhnke, Mel Brooks, Monty Python, Klassiker wie Der zerbrochene Krug, Feuerzangenbowle, Ghostbusters und politische oder religiöse Kritik wie Barschel – Mord in Genf?, Leben des Brian, Der letzte Jude von Drohobytsch und Animal Farm.

Der Landtagsabgeordnete Patrick Breyer von den Piraten in Schleswig-Holstein fordert nun die Abschaffung der FSK-Feiertagszensur: „Dass Kinderfilme, Klassiker, Satire und Kritik im Jahr 2015 auf einem Feiertagsindex stehen, verschlägt mir den Atem. Teilweise entscheidet die FSK sogar ohne jede Prüfung. Die Feiertagszensur von Filmvorführungen ist im Zeitalter von Video und Internet völlig wirklichkeitsfremd und gehört dringend abgeschafft. Solange die Feiertagsruhe nicht öffentlich wahrnehmbar gestört wird, haben Staat und Kirche kein Recht, uns bei der Gestaltung arbeitsfreier Sonn- und Feiertage durch Filmvorführungs-, Tanz- oder Veranstaltungsverbote zu bevormunden.“

Man kann nur hoffen das die Piraten mit diesem Anliegen Erfolg haben und diese unsinnige religiöse Zensur abgeschafft wird.

via Schnittberichte, Bild: freeskier / flickr.com / CC BY NC-SA 2.0

Mad Max nicht mehr indiziert (Update)

George Millers SciFi Action-Klassiker Mad Max ist seit heute nicht mehr indiziert. Bei einer Neuprüfung wäre mit ein bisschen Glück glatt die FSK 16 drinnen. Mad Max II – Der Vollstrecker hat bereits längst eine FSK16-Freigabe erhalten.
Mad Max lief bei uns 1980 übrigens ungekürzt im Kino und erschien ungekürzt auf VHS. Erst 1983 wurde der Film indiziert.

Update: Warner hat den Film nochmal von der FSK prüfen lassen und ist nun ab 16 Jahren freigegeben: FSK Freigabekarte

Quelle: Schnittberichte

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