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Cherry Tastatur Eigenbau

Da ich eine neue Reisetastatur gebraucht habe, habe ich mich entschlossen eine neue Tastatur zu bauen. Als Grundlage für diesen Bau diente eine defekte Cherry G80-1800-Tastatur in der Version eines Herstellers von POS-Systemen. Von dieser Tastatur habe ich das Gehäuse und die Tastenkappen übernommen. Die Cherry G80-1800 eignet sich für dieses Vorhaben besonders gut weil es eine recht kompakte Tastatur ist, die aber trotzdem ein komplettes Layout mit 105 Tasten besitzt. Außerdem ist die Cherry G80-1800 ein recht häufig gebautes Modell, dass dementsprechend recht einfach zu bekommen ist. Oft wird diese Tastatur für POS-Systeme verwendet und landet daher recht häufig bei Wiederverkäufern.
Für die Schalter habe ich mich für Kailh Box Schalter, in der Variante Pale Blue, entschieden. Kailh Box Schalter sind dafür ausgelegt dass kein Staub oder Wasser in den Schalter eindringt. Daher eignen sich diese Schalter perfekt für eine Reise-Tastatur. Neben den Kailh Box Schaltern habe ich noch zwei Cherry MX grey (Lerrtaste & Enter-Taste) und ein paar Cherry MX black (Pfeiltasten, Escape-Taste) entschieden. Die Cherry MX grey-Schalter haben ein wenig mehr Widerstand und werden von Cherry meist für die Leertaste verbaut. Als Grundlage für die Tastatur habe ich mich für eine TKC1800 PCB Leiterplatine entschieden, da die entwickelt wurde um in einem G80-1800 Gehäuse verwendet zu werden. Da sich die Kailh Box Schalter nicht einfach auf die Leiterplatine löten lassen, brauchte ich noch eine Switchplate in die die Schalter hineingedrückt werden. Für das Auflöten auf einer Leiterplatine braucht man Schalter, die am Boden zwei kleine Stiftchen besitzen, damit die Schalter nicht schief aufgelötet werden. Diese Stiftchen fehlen bei den Kailh Box Schaltern. Die TKC1800 PCB und die TKC1800 Plate sind leider nicht mehr erhältlich.

Hier eine Übersicht über die verwendeten Teile und Links:

Bauteile:
Cherry G80-1800Ebayca. 5-12,-€
TKC1800 PCB V2.0TKC: Link - derzeit nicht verfügbarca. 60,-$
TKC1800 PlateTKC - leider nicht mehr verfügbarCa. 60,-$
Kailh Box Schalter Pale Blueebay, Alieexpress etc.Ca. 50,-€ für 110stk.
Cherry MX black / grey Schalterebay, etc.Ca. 15cent pro Stück
PC Gaming Race TastenkappenAmazon: Link (Affiate Link)26,62€
USB zu Mini-USB KabelAmazon: Link (Affiate Link)Ca. 1,25€
Blaue LEDsAmazon: Link (Affiate Link)Ca. 2,-€
Amphenol Mini-USB BuchseTME Electronics: Linkca. 13,-€
Links:
The Key CompanyBezugsquelle für die Leiterplatine und die Switchplate Link
QMK ConfiguratorZum erstellen der Firmware Link

Direktlink zum Video: https://youtu.be/bvd4MH4vl-I

Tastatur Eigenbau

Wegen dem großartigen Schreibgefühl nutze ich seit Jahren nur noch mechanische Tastaturen. Da diese Szene in den letzten Jahren stark gewachsen ist, gibt es immer mehr Fans, die ihre Tastaturen modifizieren und sogar selbst bauen. Da ich schon immer gerne DIY-Projekte gemacht habe, kam vor einiger Zeit der Wunsch für einen Tastatur Eigenbau auf: die Bigfoot Deluxe.

Mein ursprünglicher Plan für diesen Tastatur Eigenbau war eigentlich eine Switchplate, in die die Schalter eingesetzt werden, per Laserschnitt herstellen zu lassen. Danach sollte die gelaserte Switchplate oben und unten gebogen werden, damit sie nicht plan aufliegt sondern Platz für die Verkabelung der Schalter bietet. Jedoch habe ich diese Idee schnell wieder verworfen. Einerseits fehlt mir die Erfahrung mit CAD-Programmen und ein Fehler hätte doch recht teure Konsequenzen gehabt. Andererseits hätte ich ein Gehäuse bauen müssen um die Leiterbahnen sicher abzudecken. Das hätte auch einfach nicht so schön ausgesehen und wahrscheinlich wieder neue Probleme erzeugt.
In einem Forum für mechanische Tastaturen bin ich zufällig auf ein Projekt gestoßen, bei dem jemand eine Dell AT101-Tastatur verwendete um seine eigene Tastatur zu bauen. Diese Idee habe ich übernommen, denn eine bestehende Tastatur als Basis für meine eigene Tastatur zu verwenden hatte für meinen Tastatur Eigenbau mehrere Vorteile. Zum einen konnte ich das Gehäuse verwenden und musste kein eigenes Gehäuse bauen und zum anderen besitzt dieser Tastaturtyp eine Switchplate. Ich musste also relativ wenig Teile selbst bauen. Dazu kam noch die Tatsache dass in den meisten modernen Tastaturen Cherry MX-Schalter, bzw. Klone davon, verbaut werden. Bis Ende der 90er Jahre waren ALPS-Schalter stark verbreitet und da die Dell AT101 von ALPS produziert wurde, besitzt sie daher ebenfalls ALPS-Schalter. In Fankreisen wird dieser Tastaturtyp auch ALPS Bigfoot genannt, wovon sich der Name meiner Tastatur ableitet. ALPS produzierte diese Tastaturen nämlich in vielen verschiedenen Varianten. Die Dell AT101 und die europäische Variante mit ISO-Layout, die Dell AT102, sind die verbreitesten Modelle der ALPS Bigfoot. Mir persönlich gefällt das Schreibgefühl mit ALPS-Schaltern einfach besser als das Schreibgefühl von Cherry MX-Schaltern. Daher habe ich mir über eBay eine Dell AT102W besorgt, die als Basis für meinen Eigenbau diente. Der Unterschied zwischen der Dell AT102 und der Dell AT102W liegt übrigens darin dass Letztere Windows-Tasten besitzt.

Dell AT102W beige

Eine Dell AT102W mit britischem Layout

Bei den Schaltern hatte ich allerdings das Problem dass Cherry MX-Schalter bzw. Klone zwar recht einfach zu bekommen sind und die Auswahl an verschiedenen Schaltern riesig ist aber da ich für mein Projekt ALPS-Schalter verwenden musste, da Cherry MX-Schalter nicht in die Switchplate der Dell AT102W passen, musste ich erstmal entsprechende Schalter bekommen. Außerdem hatte ich mich bewusst für Clicky-Schalter, also Schalter die beim Betätigen Klicken, entschieden. Weil ALPS die Produktion von Schaltern bereits Mitte der 90er eingestellt hatte und die meisten Klone inzwischen ebenfalls vom Markt verschwunden sind, sind ALPS-Schalter schwer zu bekommen. Eine Möglichkeit wäre gewesen eine Tastastur auf eBay zu ersteigern um an die gewünschten Schalter zu kommen. Dies hätte aber den Nachteil gehabt dass Tastaturen mit den gewünschten Schaltern schwer zu bekommen sind und dann auch meist recht teuer sind. Außerdem musste für dieses Projekt ohnehin schon die Dell AT102W drann glauben, die ich mir für diesen Zweck besorgt hatte. Also warum noch eine Tastatur, die an sich perfekt funktioniert, kaputt machen?
Glücklicherweise konnte ich meine Schalter beim kanadischen Tastaturhersteller Matias bestellen. Matias produziert seit den 90ern mechanische Tastaturen für MACs und inzwischen auch für Windows-PCs. Da Matias vor einiger Zeit vor dem Problem stand dass der Hersteller der ALPS-Klone, die Matias in seinen Tastasturen verbaute, die Produktion einstellte, musste Matias eine Lösung finden. Anstatt einfach einen anderen Hersteller von ALPS-Klonen zu finden, der bereit war Matias zu beliefern, entschied man sich eigene Schalter zu entwickeln.
Neben den Schaltern hatte ich auch die Möglichkeit bei Matias unbedruckte schwarze Tastenkappen und Stabilisatoren, für die langen Tastenkappen, zu bestellen. Damit war Matias für mich eindeutig die praktischte Möglichkeit meinen Tastatur-Eigenbau mit ALPS-Klonen zu ralisieren. Allerdings leider nicht die billigste Möglichkeit aber dazu am Ende mehr.

Für mein Projekt benötigte ich noch Dioden und einen Controller. Die Dioden verhindern das sog. Ghosting, d.h. wenn man mehrere nebeneinanderliegende Tasten gleichzeitig drückt, funktionieren Tastenkombinationen nicht mehr richtig, wenn die Schalter nicht durch Dioden getrennt sind. Beim Controller habe ich mich für einen Teensy++ 2.0 (AVR Arduino Board AT90USB1286 U Disk TE502) Controller entschieden, der genügend Pins hatte damit ich eine Tastatur mit komplettem Layout bauen konnte.
Für dieses Projekt hatte ich ursprünglich noch eine USB-Einbaubuchse bestellt, mit der es möglich gewesen wäre das USB-Kabel an der Tastatur an- und abzustecken. Im Verlauf des Projekts habe ich mich allerdings dafür entschieden die USB-Einbaubuchse nicht zu verwenden sondern das USB-Kabel direkt am Controller anzustecken und wie das Originalkabel aus dem Gehäuse zu führen. Da diese Tastatur die meiste Zeit nicht bewegt wird, ist ein entfernbares Kabel gar nicht nötig.
Da ich noch eine defekte Apple M0118 Standard Keyboard hatte, habe ich den den Alps SKCL Lock übernommen. Bei diesem Schalter handelt es sich um einen Schalter, der beim ersten Drücken einrastet und gedrückt bleibt. Beim zweiten Drücken löst er sich wieder. Dadurch kann man Spüren ob man die Feststelltaste gedrückt hat. Dieses Feature war früher bei vielen Tastasturen anzutreffen und mir gefiel das recht gut.

Alps SKCL Lock Switch

Der Alps SKCL Lock-Schalter aus der Apple M0118-Tastatur

Nachdem ich sämtliche Bauteile hatte, konnte ich mein Projekt beginnen. Als erstes mussten die Schalter der Dell AT102W von der Platine abgelötet werden um an die Switchplate heran zu kommen. Die Dell AT102W besaß schwarze ALPS-Schalter. Das sind lineare Schalter, also Schalter die kein spürbares Feedback geben, wenn sie ausgelöst werden und auch nicht Klicken. Zwar fühlen sich lineare mechanische Schalter immer noch besser an als z.B. eine Rubberdome-Tastatur aber ich bin kein Fan von linearen Schaltern. Ich mag einerseits das spürbare Feedback und andererseits natürlich das Klicken.
Nachdem ich die Platine entfernt hatte, konnte ich die schwarzen ALPS-Schalter herausdrücken und die transparenten Matias-Schalter einsetzen.

Die Switchplate

Die Switchplate - links mit original ALPS-Schaltern und rechts mit Matias-Schaltern

Vor dem Zusammenbau habe ich das Layout mit Hilfe der Webseite Keyboard-Layout-Editor.com: http://www.keyboard-layout-editor.com/ erstellt. Da ich das Standard PC-Tastatur-Layout verwende, war dies auch recht schnell erledigt. Auf der Webseite Keyboard Firmware Builder: http://kbfirmware.com/ habe ich das Layout eingebunden und damit automatisch die Verkabelung erstellen lassen, die ich später auch verwendet habe. Nach dem Verlöten habe ich die Firmware erstellt aber hierzu später mehr.
Der nächste Schritt war das Anlöten der Dioden an die Schalter. Vor dem Anlöten musste ich die Drähte jeder Diode entsprechend biegen und sie dann an den Schalter anlöten. Das Praktische an dieser Mehtode ist jedoch dass man mit den Dioden auch gleich die horizontalen Leiterbahnen erstellen kann, indem man die Dioden direkt miteinander verlötet. Das Anlöten der Dioden dauerte in etwa 3 Stunden. Wir sprechen hier schließlich über 105 Tasten, also 105 Schalter und 105 Dioden.
Der nächste Schritt war das Anlöten der vertikalen Litzen. Hierfür habe ich eine recht dicke Litze verwendet und an den Stellen, an denen sich jeweils ein Schalter befindet, ein Teilstück mit einem Bastelmesser abisoliert und dann unter die horizontalen Leiterbahnen geschoben und an den Schaltern angelötet. Für die vertikalen Leiterbahnen habe ich etwa 6 Stungen gebraucht.
Nachdem die horizontalen und vertikalen Leiterbahnen fertig gelötet waren, habe ich sämtliche Bahnen mit einem Messgerät nachgemessen, da sich hierbei schlechte Lötstellen herausfinden lassen.
Übrigens sind mir beim Bau ein paar Mal Leiterbahnen gebrochen, die ich danach repariert habe. Außerdem habe ich an zwei Stellen Fehler gemacht und zwei falsche Verbindungen verlöteten. Diese Fehler habe ich im Verlauf des Projekts natürlich behoben.
Nachdem die Verkabelung der Schalter fertig war, war es Zeit den Controller anzulöten. Jede vertikale und jeder horizontale Leiterbahn, sowie die drei Dioden, haben einen eigens vorgegebenen Pin am Controller. Für das Anlöten der Kabel von den Leiterbahnen zum Controller brauchte ich rund 3 Stunden.

Das Verlöten der Schalter

Die Dioden und Litzen werden an die Schalter angelötet.

Nachdem der Controller angelötet war, musste die Firmware erstellt werden. Hierzu verwendete ich wieder die Webseite Keyboard Firmware Builder, die die Firmware automatisch nach Vorgaben erstellt. Allerdings fingen hier erstmal einige Probleme an. Ich hatte zwei Kabel an die falschen Pins am Controller angelötet, was natürlich erforderte dass ich dies entsprechend auf der Webseite änderte, damit sie die Firmware korrekt erstellte. Dann kamm hinzu dass die Webseite in erster Linie für Tastaturen mit dem ASCII-Layout, wie es in den USA verwendet wird, programmiert wurde. In Europa wird aber meist das ISO-Layout verwendet. Das Problem hierbei ist dass beide Layouts bei bestimmten Tasten schlicht unterschiedlich sind. Der offensichtlichste Unterschied ist die große Enter-Taste beim ISO-Layout, während sich beim ASCII-Layout eine breite Enter-Taste befindet. Die meisten Tasten liessen sich einfach belegen, weil sie bei beiden Layouts gleich sind. Aufgrund der unterschiedlichen Tasten musste ich herausfinden welche Funktion ich auf eine handvoll Tasten legen muss, damit diese entsprechend korrekt vom Betriebssystem erkannt werden. Die richtige Belegung zu finden war ein etwas längerer Trial and Error-Prozess, bei dem ich beinahe verzweifelt wäre. Schließlich musste ich die Funktion auf eine Taste legen, die Firmware erstellen lassen, damit den Controller programmieren und dann testen ob der Taste nun die korrekte Funktion zugeteilt wurde.
Programmiert habe ich die Tastatur übrigens mit dem deutschen Standard-Layout. Ich nutze die Windows-Tasten zwar nicht aber dennoch habe ich ihnen die korrekte Funktion zugewiesen. Einzig die ROLLEN-Taste wurde von mir als Programm-Taste belegt. Um den Controller zu programmieren muss ein Transferprogramm die Daten auf den Controller übertragen, nachdem auf dem Controller ein Taster gedrückt wurde, damit der Controller weiß dass er neu programmiert wird. Die ROLLEN-Taste ist nun so programmiert, dass ich den Controller mit einer anderen Firmware neu programmieren kann, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen.

Die Programmierung

Die Programmierung des Controllers.

Die Funktion der Tastatur habe ich mit dem Programm EK Switch Hitter gestestet. Mit diesem kleinen Programm lassen sich sämtliche Tasten einer Tastatur auf ihre Funktion überprüfen. Gerade beim Testen der Firmware war dieses Programm sehr hilfreich, weil ich direkt sehen konnte ob die Funktion, die ich auf eine Taste gelegt habe, korrekt war.

EK Switch Hitter findet ihr hier: https://elitekeyboards.com/switchhitter.php

Tastatur Test

Links die Schalter mit aufgesteckten Tastenkappen - rechts zeigt Switch Hitter dass alle Tasten korrekt funktionieren

Für die Tastenkappen habe ich mich für unbeschriftete schwarzen Tastenkappen entschieden. Das Problem mit den Matias Tastenkappen war nun dass ich nicht alle Tastenkappen verwenden konnte weil 3 davon schlicht nicht passen. Die Leerzeichen-Taste, die Enter-Taste und die Tabulator-Taste, musste ich von der Dell AT102W übernehmen. Daher entschied ich mich den Funktionstasten eine andere Farbe zu verpassen. Hätte ich die Tasten schwarz lackiert, würden sie sich deutlich von den restlichen Tasten abheben also warum nicht gleich bewusst eine andere Farben nehmen? Bei alten Tastaturen sind die Funktionstasten meist dunkler. Als Farbe habe ich ein dunkles Grau gewählt, das ich recht passend finde. Allerdings habe ich lediglich die Funktionstasten und die Escape-Taste auf dem Buchstabenblock lackiert und nicht die Funktionstasten auf dem Zahlenblock, die bei vielen alten Tastaturen ebenfalls dunkler sind.
Das Gehäuse habe ich anschließend Schwarz lackiert.

Nachdem ich die korrekte Firmware erstellt und den Controller programmiert hatte, hatte ich endlich eine funktionierende Tastatur die ich selbst gebaut hatte. Damit war ich aber noch nicht fertig. Ich musste noch die Status-Leuchtdioden an den Controller anlöten. Mein Problem war nur dass ich schlicht nicht wusste wie ich die Leuchtdioden am Controller anlöten musste. Meine Recherche im Internet war leider nicht so erfolgreich wie erhofft. Das lag schlicht daran dass es viele verschiedene Controller gibt, die auch etwas anders funktionieren. Letztendlich bekam ich vom Deskthority Forum-Nutzer Mazian einen hilfreichen Tip und ich konnte die Leuchtdioden korrekt anlöten. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön!
Danach habe ich die Leuchtdioden mit Heißkleber am Gehäuse, an den dafür vorgesehenen Aussparungen, angeklebt. Der letzte Schritt war ein Typenschild mit dem Namen der Tastatur, das ich ausgedruckt und anschließend laminiert habe.

Die Status-LEDs

Die Status-LEDs und das Typschenschild

Damit war nun meine eigene selbstgebaute Tastatur fertig. Sie ist natürlich meine Haupttastur und das wird sie auch erstmal bleiben. Diesen Artikel habe ich natürlich auch mit meiner Bigfoot Deluxe geschrieben.

Hier noch eine Kostenaufstellung zu diesem Projekt:

30,-€Dell AT102W Tastatur
4,99€Dell AT102W Versankosten
143,29€Matias Clicky Schalter, Tastenkappen und Stabilisatoren
26,55€ Zollgebühren
10,26€ Teensy Controller
2,49€Controller - Versandkosten
8,45€Edding Farb-Spraydose Schwarz
8,45€Edding Farb-Spraydose Grau
6,75€Edding Kunststoff-Grundierung
6,99€Edding Klarlack
4,36€Blaue LEDs
252,58€Gesamtkosten

Wie man sieht, waren die Schalter, die Tastenkappen und die Stabilisatoren von Matias das Teuerste an diesem Projekt. Matias verlangt leider 50,-$ Versandkosten nach Europa. Hätte ich Cherry MX-Schalter bzw. Cherry MX-Klone verwendet, wäre dieses Projekt natürlich deutlich billiger gewesen. Allerdings hätte ich dann keine Dell AT102W als Basis nutzen können und somit auch nicht die Switchplate der Dell AT102W. Cherry Tastaturen besitzen z.B. keine Switchplate, wodurch sich eine Cherry-Tastastur z.B. nicht als Basis für ein derartiges Projekt hätte verwenden lassen.

Rein vom finanziellen Standpunkt her gesehen hat sich dieses Projekt für mich natürlich nicht gelohnt. Für die 250,-€ hätte ich zwei wirklich gute moderne mechanische Tastaturen erwerben können aber als DIY-Projekt hat es einfach sehr viel Spaß gemacht und die Freude, die man empfindet wenn ein derartiges Projekt fertig gestellt ist, ist einfach unbezahlbar.

Cherry MX kompatible Buckling Spring Switches – Kickstarter

https://www.kickstarter.com/projects/1739705432/modernized-buckling-spring-keyboard-switch

Bogdan Chetraru hat einen Schalter für Tastaturen entwickelt, der mit Cherry MX Tastenkappen und Boards kompatibel ist, intern jedoch die Buckling Spring Technologie verwendet, die z.B. auch im IBM Model M steckt. Um seine Vision von einem Cherry MX-kompatiblen Buckling Spring-Switch zu verwirklichen hat er eine Kickstarter Kampagne gestartet, mit der er 40.000,-$ einsammeln möchte. Die Kampagne läuft noch 3 Wochen und bisher hat er rund 10% des geforderten Betrags eingesammelt. Bei den Tiers hat man die Wahl zwischen den Schaltern, einem Tastatur-Bausatz und einer fertigen Tastatur. Ganz billig sind die Kickstarter-Schalter nicht. Wer sich eine komplette Tastastur bauen möchte muss dieses Projekt mit 255,-$ unterstützen, was etwa fünf mal so teuer ist wie herkömmliche Tastatur-Schalter.

Link zur Kickstarter Kampagne

Moderner Buckling Spring-Schalter

Modular Buckling Spring Prototype

Bei modernen mechanischen Tastaturen kommt fast immer nur der Cherry MX Schalter, bzw. ein Derivat des Cherry MX Schalters, zum Einsatz. Doch gerade die Buckling Spring Technologie, die fast ausschließlich von IBM genutzt wurde, besitzt bei Fans von mechanischen Tastaturen einen besonders hohen Kultstatus und wer schon mal auf einem IBM Model M tippen durfte, der weiß warum Buckling Springs einen derartigen Kultstatus besitzen. Reddit Nutzer BuckBuckPing möchte die Buckling Springs nun zurück bringen. Die Buckling Spring Technologie ist zwar noch lange nicht tot, eine moderne Variante des IBM Model M wird weiterhin vom Hersteller Unicomp produziert aber da hier keine einzelnen Schalter zum Einsatz kommen, sondern ein festes Layout verwendet wird, fehlt den Original Buckling Springs die Vielseitigkeit von einzelnen Schaltern. Genau hier setzt BuckBuckPing an, da er einen Schalter entwickelt hat, der sich der Buckling Spring Technologie bedient aber genau so vielseitig ist wie der Cherry MX.
Der Nachteil von BuckBuckPings Schaltern ist allerdings das sie nicht kompatibel zu den Cherry MX Schaltern sind. Das liegt zum einen daran das sich die Kontakte davon unterscheiden und der Schalter auch fast doppelt so hoch ist. Man kann also nicht einfach die Cherry MX Schalter von einer bestehenden Tastatur austauschen, was viele Fans sehr gerne machen. Man muss hierfür eine eigene Tastatur entwickeln. In den letzten Jahren hat sich aber eine große Fangemeinde entwickelt, die ihre Tastaturen selbst baut. Es dürfte als, wenn BuckBuckPings Schalter verfügbar sind, einige Fans geben, die sich damit eine Tastatur bauen. BuckBuckPing möchte seinen Buckling Spring Schalter auf jeden Fall professionell fertigen lassen und möchte demnächst eine Kickstarter Kampagne dazu starten.

Die Rückkehr der IBM Model F Tastatur

https://www.youtube.com/watch?v=KhMzoGcZ9Wo

Für viele Fans von mechanischen Tastaturen ist das IBM Model M natürlich eine der besten Tastaturen, die jemals produziert wurden. Selbst dieser Artikel wurde auf einem IBM Model M getippt. Bevor IBM das Model M auf den Markt brachte, wurden Computer von IBM üblicherweise mit einem IBM Model F ausgeliefert. Das Model F ist die Evolutionsstufe vor dem Model M und wie das so in der Computerwelt manchmal ist, war das Model M nicht nur eine logische Weiterentwicklung sondern auch auf die Kostenreduzierung ausgelegt. Die Technik, die IBM für das Model F und Model M erfunden hat, nennt sich Buckling Spring. Unter jeder Taste sitzt eine Feder mit einem Hammer. Beim Drücken knickt die Feder und schlägt mit dem Hammer auf einen Kontakt. Dadurch erhält der Nutzer beim Tippen ein hörbares und fühlbares Feedback. Alledings ist die Buckling Spring-Technologie aufwändig und teuer, was einer der Gründe dafür ist das Tastaturen mit Buckling Springs nur selten anzutreffen sind. Beim Model F ist der Hammer, der den Kontakt auslöst, deutlich größer als beim Model M. Deswegen gilt das Model F bei vielen Fans auch als bessere Tastatur, was das Schreibgefühl angeht.

Die Produktion des Model F wurde in den 1980ern eingestellt da man sich auf die Produktion des Model M konzentrierte, das sogar heute noch produziert wird. Reddit Nutzer 1954bertonespyder ist großer Fan des Model F und hatte die Idee das Model wieder aufleben zu lassen. Auf ModelFKeyboards.com bietet er deshalb eine Replika des Model F an. Diese Replika ist konfigurierbar, ANSI und ISO Layots sind verfügbar und der rechte Block kann frei gewählt werden, aber beim Design bleibt alles beim Alten. Wer sich, bzw. seinen Fingern, etwas Gutes tun möchte kann sich sein Model F nun bestellen. Allerdings ist dies nicht ganz billig. Man muss mindestens rund 360,-$, je nachdem für welche Konfiguration man sich entscheidet, investieren um in den Genuss eines Model F zu kommen.

Ultimate Hacking Keyboard

Das Ultimate Hacking Keyboard ist ein ergonomisches Keyboard, das derzeit über eine Crowd Supply Kampagne finanziert wird. Entwickelt wurde das UHK von Ultimate Gadget Laboratories in Ungarn. Das UHK lässt sich auf die persönlichen Bedürfnisse einstellen, da es sich teilen lässt, damit man sich das Keyboard so zurecht legen kann wie es am besten passt. Das Layout wurde gewählt damit man die Hände nicht von der Grundposition bewegen muss und trotzdem sämtliche Tasten erreicht. Daher ist das Layout kompakt und besitzt mehrere Ebenen. Selbst die Maus soll sich mit den Tasten des UHK steuern lassen.

Das UHK soll als normale USB-Tastatur funktionieren. Mit einem Steuerprogramm kann man die Tastaturbelegung nach Belieben einstellen. Als Schalter werden Cherry MX-Schalter verbaut, bei denen man sich sogar die Version aussuchen kann. Cherry MX-Schalter besitzen, je nach Farbcode, bestimmte Eigenschaften, wie etwa die MX Blue, die beim Drücken klicken und ein taktiles Feedback geben und daher besonders bei Vielschreibern beliebt sind.

Die Crowd Supplay Kampagne läuft noch bis zum 14. Dezember. Bisher wurden knapp 72.000,-$, von 200.000,-$ zugesagt, die Ultimate Gadget Laboratories benötigt um das UHK produzieren zu können. Wer sich für das UHK entscheidet kann mit 200,-$ einsteigen.

via Geek.com

Keyboardio erfolgreiche Kickstarter Kampagne für ein Keyboard

 

Das Keyboardio Model 01 ist ein ergonomisches Keyboard, das derzeit über Kickstarter finanziert wird. Die Kampagne läuft sogar erstaunlich gut, denn die Kampagne läuft noch rund 2 Wochen und bereits jetzt hat man mit rund 380.000,-$ bereits mehr als das dreifache, der gewünschten 120.000,-$, bekommen.

Die Besonderheit vom Keyboardio Model 01 ist die Schmetterlingsform. Es gibt zwar bereits ähnliche Keyboards, wie etwa das ErgoDox, aber das Keyboardio Model 01 ist etwas besser durchdacht und wirkt professioneller. Man hat sich nicht nur Gedanken über die Position der Tasten gemacht, sondern auch über die Form der Tastenkappen. Die Flügel können auch verstellt werden, so das Nutzer ihr Model 01 an ihre persönlichen Vorlieben anpassen können. Bei den Switches setzt man wohl auf den Hersteller Matias, der nicht nur Keyboards herstellt sondern auch ALPS-Schalter in Lizenz fertigt.

Das Keyboard bringt ein Tenkeyless

Das Keyboard bedient den Trend der Tenkeyless-Keyboards und haben ihr Sortiment demensprechend um ein Tenkeyless-Keyboard erweitert. Das Das Keyboard 4C Compact ist ab sofort bei Das Keyboard, als ISO Variante mit 87 Tasten und DIN Variante mit 88 Tasten, erhätlich. Wie gewohnt bietet Das Keyboard auch diese Tastatur in einer beschrifteten Professionell Variante an und einer Ultimate Variante mit unbeschrifteten Tastenkappen. Der US-Preis beträgt 143,-$ und sollte in den nächsten Wochen auch bei deutschen Händlern auftauchen.

Das Keyboard 4C Professional Compact
Das Keyboard 4C Ultimate Compact

via Reddit

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