Markiert: 90er Jahre

Indiana Jones and the Great Circle im LucasArts Adventure-Stil

Auf dem Youtube-Kanal 64 Bits dreht sich alles darum, wie moderne Games aussehen würden, wenn sie in den 90ern entstanden wären. In diesem Viodeo geht es um Indiana Jones and the Great Circle und wie es ausgesehen hätte, wenn es ein LucasArts-Adventure gewesen wäre.

Youtube Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=SqsaE7lEhQY

Buchreview: Not All Fairy Tales Have Happy Endings: The rise and fall of Sierra On-Line

Gerade bei Adventure-Fans hat Sierra Entertainment einen hohen Stand. Schließlich assoziiert man den Namen Sierra mit grandiosen Adventures. Sierra wurde von Ken und Roberta Williams Ende der 70er gegründet und wuchs von einem kleinen Hobby zum größten Videospielekonzern mit über 1.000 Mitarbeitern. Ende der 90er begann der Abstieg und Mitte der 2000er wurde Sierra aufgelöst.
Ken Williams erzählt in „Not All Fairy Tales Have Happy Endings: The rise and fall of Sierra On-Line“ seine ganz persönliche Sicht vom Aufstieg und Fall Sierras. Dabei geht Williams teilweise tief ins Detail und plaudert so zu sagen aus dem Nähkästchen. Daher ist dieses Buch relativ einseitig, denn Williams hat im Vorfeld zwar recherchiert aber er erzählt fast ausschließlich aus seiner Erinnerung und weist den Leser auch regelmäßig darauf hin, dass er sich nicht mehr an Details erinnern kann. Die Geschichte von Sierra erzählt er auch nicht chronologisch, sondern springt in der Zeit hin und her. Dazwischen fügt er immer wieder Kapitel ein, die mit der Geschichte von Sierra nur am Rande zu tun haben. Ein Kapitel handelt z.B. davon was, aus Ken Williams Sicht, einen guten Programmierer ausmacht. Ebenso bringt er immer wieder private Anekdoten mit ein, wie etwa einen roten Porsche, den er sich immer gewünscht hatte.
Williams ist auch immer bedacht darauf hinzuweisen das er selbst Fehler begangen hat und oft anders gehandelt hätte, wenn er es besser gewusst hätte. Williams weicht auch nicht davor zurück kontroverse Themen, wie etwa Sierras an Erwachsene gerichtete Spiele, zu besprechen. Auch widmet er sich Themen wie das Sierra Network, das heute völlig vergessen ist. Williams schwärmt, mitunter zurecht, das Sierra unter seine Führung Innovationen auf den Weg gebracht hat.
Die Geschichte von Sierra ist unheimlich spannend und Williams schafft es auch seine Geschichte flüssig und interessant zu erzählen. Besonders die Anfangszeit von Sierra ist ein interessantes Kapitel. Weniger interessant sind seine Ansichten über das Führen einer Firma bzw. eines Konzerns. Gerade wenn er auf Geschäftspraktiken zu sprechen kommt, die bei Gamern gar nicht gut ankommen. Das ist auch eines der Probleme an diesem Buch. Williams hatte sich eigentlich vorgenommen ein Buch über das Führen einer Firma zu schreiben. Während des Schreibens wurde ihm jedoch nahegelegt ein Buch über Sierra zu schreiben. Hätte sich Williams von vornherein auf Sierra konzentriert, wäre sicherlich ein viel interessanteres Buch entstanden. Denn für viele Leser dürften Williams Erkenntnisse über das Führen von Unternehmen schlicht fehl am Platze und damit uninteressant sein. Für den einen oder anderen dürfte jedoch durchaus interessant sein das man über den Menschen Ken Williams und seine Frau Roberta wirklich einiges erfährt. Wenn man sich für die Geschichte von Sierra interessiert ist und die Geschichte aus Sicht von Ken Williams erfahren will, für den ist „Not All Fairy Tales Have Happy Endings: The rise and fall of Sierra On-Line“ auf jeden Fall ein interessanter Titel.

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Verlagsinformation:
Titel:Not All Fairy Tales Have Happy Endings: The rise and fall of Sierra On-Line
Autor:Ken Williams
Verlag:Lulu.com
Veröffentlichungdatum:24. Juli 2020
ISBN-101716727367
ISBN-13979-1716727367

Fan baut Computer aus Hackers nach

Der Youtube-Kanal HackersCurator beschäftigt sich in erster Linie mit dem Film Hackers. In diesem Video wird der Computer des Charakters Dade Murphy nachgebaut, der im Film natürlich benutzt wird. Als Basis für diesen Umbau diente ein defekter Compaq Portable 486. Der wurde so umgebaut dass er aussieht wie im Film. Damit man das Gerät auch benutzen kann, wurde ein Raspberry Pi eingebaut.

Direktlink zu Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=cLhtmzEnkZk&t

Sid Meier’s Memoir ! – Buchreview

Sid Meier gilt als einer der einflussreichsten Spieleentwickler. Seit Name ist untrennbar mit der Civilization-Reihe verbunden, die bis heute als eine der besten Strategie-Reihen überhaupt gilt und die sich bis heute auch dementsprechend gut verkauft. Nun hat Sid Meier seine Memoiren vorgelegt, in denen er über sein Leben und von seiner Karriere erzählt. Mit Sid Meier’s Memoir! nimmt uns Sid Meier mit auf eine Reise durch die Entwicklung seiner Spiele und durch die Entwicklung der Spieleindustrie in diesen Tagen.

Sid Meier beginnt seine Memoiren mit seinem ersten Spiel und wie sich die kleine und unbedeutende Computerspieleindustrie zu einer der wichtigsten Industrien entwickelt hat. Er erzählt von der Gründung von Microprose, dem Studio mit dem Sid Meier Anfangs Militärsimulationen entwickelte und später den Klassiker Civilization, der ihn unsterblich machte. Danach erzählt er von der Gründung von Firaxis, das Studio das auch heute noch hinter der Civilization-Reihe steht.
Dabei erzählt Sid Meier auch immer was ihn zu bestimmten Designentscheidungen geführt hat und wie er seine Spiele entwickelt hat. Dies führt auch immer wieder dazu dass Sid Meier von sich selbst erzählt. So erzählt Sid Meier z.B. dass er die Musik von Johan Sebastian Bach liebt, was zu einem Musikspiel für die gescheiterte 3DO-Konsole führte. Ebenso erzählt er mehrfach von seiner Jugend in der Schweiz, da sein Vater Schweizer ist. Hier konnte er besonders seine Liebe zur Eisenbahn ausleben, was einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Railroad Tycoon hatte. Daneben wirft er auch immer wieder einen Blick auf Bill Stealey, mit dem er Microprose gründete und der als begeisterter Pilot sogar ein Flugzeug besaß, mit dem Microprose-Spiele beworben wurden. Hier lässt er weder die Flops aus, noch die unschönen Ereignisse, die z.B. der Verkauf von Microprose mit sich brachte.
Sid Meier erzählt seine Geschichte zwar Chronologisch, springt aber immer wieder zurück um von der Schweiz zu erzählen oder er erzählt von Designentscheidungen zu Titeln aus der Civilization-Reihe.
Das Buch selbst nimmt mit seiner Gestaltung bereits Bezug auf Civilization und Videospiele allgemein. So erinnert die Covergestaltung an die Pixelgrafik in der Einleitung von Civilization. Im Buch selbst gibt es hin und wieder kleine Fußnoten, die aber keine Erklärung zum Text abgeben, sondern als Achievements dienen, eben wie bei einem Videospiel.

Sid Meier zeichnet in seinen Memoiren ein interesssantes Bild von sich selbst und bietet dem Leser einen subjektiven Blick in seine Karriere, die besonders für die Fans von Civilization und Klassikern aus den 80ern und 90ern interessant ist. Wer sich für die Civilization-Reihe und die Geschichte dahinter interessiert, kommt um dieses Buch eigentlich nicht herum, auch wenn der Fokus nicht speziell auf Civilization liegt sondern auf der Karriere von Sid Meier. Allerdings gibt es derzeit noch keine deutsche Übersetzung.

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Verlagsinformation:
Titel:Sid Meier's Memoir!: A Life in Computer Games
Autor:Sid Meier, mit Jennifer Lee Noonan
Verlag:Norton & Company
Veröffentlichungdatum:8 September 2020
ISBN-101324005874
ISBN-13978-1324005872

The Legacy of 3dfx – Buchreview

Ende der 1990er war 3dfx interactive der größte Grafikkartenhersteller. Über 80% aller Grafikkarten, die 1998 im Laden gekauft wurden, waren mit einem Voodoo 2 Chipsatz von 3dfx bestückt. Nur 3 Jahre später war 3dfx Interactive Bankrott und wurde vom Konkurrenten Nvidia übernommen. Martín Gamero Prieto hat 3dfx Interactive mit seinem Buch „The Legacy of 3dfx“ ein Denkmal gesetzt und erklärt wie nach dem rasanten Aufstieg der tiefe Fall des ehemals größten Grafikkartenherstellers zustande kam.

Aufgrund des immensen Erfolgs in den späten 90ern und den Einfluss, den 3dfx auf die Entwicklung der 3D-Beschleuniger hatte, gibt es immer noch eine große Fanszene, die sich mit Grafikkarten von 3dfx beschäftigt. Martín Gamero Prieto gehört zu den Fans von 3dfx. Daher plante er 2015 für die spanischsprachige Webseite Retromaniac (http://www.retromaniac.es/) einen rund zehnseitigen Artikel über die Geschichte von 3dfx zu schreiben. Allerdings wuchs das Projekt recht schnell und hatte bald 12 Kapitel. Viel zu groß für einen Webseiten-Artikel, was letztendlich dazu führte dass aus dem bereits recht ausführlichen Artikel ein mehrere hundert Seiten umspannendes Standardwerk zur Geschichte von 3dfx wurde.

„The Legacy of 3dfx“ ist ein umfassendes Werk, dass neben der Firmengeschichte von 3dfx auch weitere interessante Bereiche beleuchtet. Prieto beginnt seine Geschichte mit der Geschichte der Computergrafik ab 1970 und bietet einen interessanten Einblick in die Entwicklung der Computergrafik und ganz besonders in den 1990ern. Dadurch setzt er 3dfx in den entsprechenden Kontext. Darauf folgt woran 3dfx letztendlich scheiterte und was nach dem Ende von 3dfx geschah.
Danach wirft Prieto einen Blick auf eine Schlüsseltechnologie von 3dfx: die Grafikschnittstelle Glide, da diese bedeutend für den Erfolg von 3dfx war. Im Anschluss gibt es eine Chronologie von 1994 bis ins Jahr 2006. Prieto wirft danach noch ein Licht auf Geschäftsbeziehungen zwischen dem damaligen Konsolenhersteller Sega, da Sega kurzzeitig plante eine Konsole mit Grafikchips von 3dfx zu bestücken, und bietet noch Kurzbiografien zu bedeutenden Mitarbeitern von 3dfx. Anschliessend gibt es einen umfassenden Mittelteil, der sich ausführlichen den einzelnen Grafikkarten widmet.
Es wird nun ein Blick auf die Spiele geworfen, die die Grafikschnittstelle Glide nutzen. Hier geht Prieto allerdings einen Schritt weiter, da er erklärt wie diese Spiele auf ohne 3dfx Grafikkarte zum Laufen gebracht werden können. Danach erfährt man in welchem Ramen 3dfx Grafikchips in Arcademaschinen eingesetzt wurden und wie sie im professionellen Bereich eingesetzt wurden.

Im Grunde wäre nun die Geschichte von 3dfx und den Produkten von 3dfx erzählt. Allerdings geht Prieto hier noch einen Schritt weiter und widmet sich der, immer noch sehr aktiven, Fanszene. So wird z.B. die ganz persönliche Geschichte von Óscar Barea erzählt, der einer der größten 3dfx-Fans ist und eine bedeutende Sammlung von Grafikkarten und Prototypen besitzt. Danach widmet sich Prieto allerhand interessanter Themen, wie etwa Werbung von 3dfx oder anderen Produkten, die von 3dfx vertrieben wurden. Hier befindet sich auch ein Kapitel über den Nintendo64 Emulator UltraHLE, der speziell für Grafikkarten von 3dfx entwickelt wurde. Im nächsten Abschnitt gibt es ein paar interessante Abschnitte die recht spezielle Themen beleuchten, wie etwa der Einsatz von 3dfx-Grafikkarten im Amiga, oder wie man sich ein Verbindungskabel für 3dfx-Grafikkarten bauen kann, die eine 2D-Karte vorraussetzen.

Dem interessierten Leser wird in diesem Buch einiges geboten. Die englischsprachige Ausgabe hat immerhin 544 Seiten. Damit ist dies das Standardwerk zu 3dfx Interactive und das wird es wohl auch bleiben. Prieto hat „The Legacy of 3dfx“ in seiner Muttersprache geschrieben. Die englische Übersetzung ist leider etwas rauh. Manche Formulierungen zeugen von einer groben Übersetzung. Dies macht aber relativ wenig aus, da der Inhalt als solches großartig ist und sehr viel Spaß bereitet. Prieto hat darum gebeten dass man ihm Fehler im Buch mitteilt. Es ist daher zu erwarten das die zweite Auflage in der Hinsicht überarbeitet sein wird.

Derzeit gibt es keine deutsche Übersetzung. Dies ist gerade deshalb schade da es in Deutschland wohl die meisten 3dfx-Fans gibt. Fans, die es Englischen mächtig sind, kommen um dieses großartige Buch eigentlich nicht herum.
Finanziert wurde die Erstauflage über Kickstarter. Bei Kickstarter gab es nicht nur das Buch, samt PDF, sondern auch eine Sammleredition mit T-Shirt, die in einem Karton verpackt ist, den man neben die 3dfx Grafikkartenkartons ins Regal stellen kann.
Derzeit ist die englischsprachige Ausgabe leider nur schwer zu bekommen. Dies liegt daran dass Prieto den spanischen On Demand-Anbieter Editamás editorial y contenidos digitales zur Veröffentlichung nutzt um den Kickstartern sowohl ein PDF, sowie die gedruckte Auflage zukommen lassen konnte. In Zukunft soll das Buch allerdings auch bei Amazon erhältlich sein. In dem Fall werde ich diese Review anpassen. Die PDF-Ausgabe kann jedenfalls bei Editamás editorial y contenidos digitales bestellt werden und kostet, sowohl in der spanischen wie auch in der englischen, Ausgabe jeweils 10,-€.

Link zur englischsprachigen Ausgabe bei Editamás editorial y contenidos digitales: https://www.editamas.com/product-page/the-legacy-of-3dfx-ebook

Link zu spanischsprachigen Ausgabe bei Editamás editorial y contenidos digitales: https://www.editamas.com/product-page/3dfx-legacy

Verlagsinformation:
Titel:The Legacy of 3dfx
Autor:Martín Gamero Prieto
Verlag:Editamás editorial y contenidos digitales
Veröffentlichungdatum:September 2019 (Kickstarter)
ISBN-10-
ISBN-13978-84-949841-3-6

Die Größe von fiktiven Gebäuden im Vergleich

Auf dem Youtube-Channel MetaBallStudios wurde vor ein paar Tagen dieses großartige Video veröffentlicht, das zeigt wie groß fiktive Gebäude im Vergleich zu anderen fiktiven und realen Gebäuden sind. Bei vielen Gebäuden fragt man sich da schon, wie das möglich sein soll. Auf jeden Fall ein unwahrscheinlich interessantes Video!

Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=hjIci91FRX4

Witcher Intro im 90er Jahre Stil

Youtuber Jason Alan Dewey hat diese geile Version des The Witcher-Intros veröffentlicht. Das Ganze kommt im Stil einer Fantasy-Action-Serie aus den 90er Jahren daher. Natürlich stilecht mit typischen VHS-Artefakten, so als hätte jemand ein altes VHS-Band auf dem Dachboden gefunden und das Teil digitalisiert. Als Titelmelodie gibt’s „Toss A Coin To Your Witcher“ in der Metal-Version von Dan Vasc, die schon ein ordentliches Brett ist.

Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=3pdRIBpz6gI

Direktlink zu Dan Vascs Toss A Coin To Your Witcher: https://www.youtube.com/watch?v=bS4Q-WWyl3Q

via Geekologie

DooM auf einer Digitalkamera gespielt

Clint, vom Youtubekanal LGR, spielt DooM auf seiner 1998er Kodak DC260 Kamera DooM. Vor einiger Zeit habe ich schonmal darüber berichtet das DooM auf einer ganzen Reihe von Geräten läuft. Clints Video ist nicht weniger interessant. Vor allem da Clint auch noch erklärt wie man DooM auf der Kodak zum Laufen bringt.

Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=7gCZZkBATSc

It’s All About the Pentiums ist 20 Jahre alt!

Wie die Zeit doch vergeht. Weird Als „It’s All About the Pentiums“ ist vor 20 Jahren erschienen. Damals war Intels Pentium der Prozessor, den man haben musste. Heute wird der Name für leistungsschwache Prozessoren verwendet. Interessant ist der Text von „It’s All About the Pentiums.“ Weird Al beschreibt darin nämlich einen recht modernen PC und das schon vor 20 Jahren!

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