Buchreview: Just for Fun

Linux ist ein Betriebssystem, das kaum jemand nutzt. Jedenfalls als Desktop-Betriebssystem besitzt Linux gerade einmal 4%. Damit spielt Linux am Markt für Desktop-Betriebssysteme kaum eine Rolle. Im Jahr 2000 gingen manche Beobachter allerdings davon aus, Linux würde den Markt bald beherrschen. Gerade Microsoft hatte große Angst, da Microsoft zu diesem Zeitpunkt eine Menge zu verlieren hatte. Inzwischen ist Linux tatsächlich das wichtigste und vielerorts auch das am weitesten genutzte Betriebssystem. Nur eben nicht auf dem Desktop. Android basiert auf Linux und besitzt einen Marktanteil von etwa 80% bei Smartphones. Im Servermarkt ist Linux die unbestrittene Nummer 1. Etwa 95% aller Webseiten, die man täglich ansurft, laufen auf Linux-Servern und die Infrastruktur, auf denen das Internet aufbaut, ebenso. Auch beinahe alle Supercomputer laufen mit Linux. Selbst Microsoft nutzt inzwischen Linux und ein Ende ist nicht abzusehen.
Just for fun : the story of an accidental revolutionary (dt. Titel: Just for Fun: Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte) erzählt nun die Geschichte von Linux und seinem Schöpfer Linus Torvalds. Zusammen mit David Diamond hat Torvalds seine Geschichte und die Geschichte von Linux, bis ins Jahr 2000, nacherzählt. Torvalds gibt uns einen interessanten Einblick in sein Leben und woher der Mann kommt, der diese Computerrevolution ausgelöst hat. Da Torvalds aus Finnland stammt ist es nicht verwunderlich, dass dem Leser auch ein wenig finnische Kultur näher gebracht wird. Vielmehr erfährt der Leser, dass Torvalds bereits in der Schule der perfekte Nerd war, der in Mathe und Physics gut war. Natürlich erzählt uns Torvalds was ihn bewogen hat Linux überhaupt erst zu entwickeln. Denn hier stand, wie so oft, der Zufall Pate. Linux sollte nämlich gar keine Revolution auslösen, sondern war in erster Linie als Hobbyprojekt gedacht, dass gar nicht professionell sein sollte. Es kommt auch das Projekt Minix zur Sprache, das für Torvalds der Auslöser war überhaupt mit Linux anzufangen. Woher der Pinguin kommt, der als Linux-Logo fungiert und warum Linux unter der freien GPL-Lizenz veröffentlicht wurde. So erhält der Leser einen interessanten Einblick in die diese Zufallsrevolution. Interessant ist z.B. die Tatsache, dass die Computer-Welt für Torvalds um das Jahr 2000 noch ganz anders aussah. Zu diesem Zeitpunkt träumte er noch vom durchschlagenden Erfolg von Linux als Desktop-Betriebssystem. Auch wird ein Blick auf Freie Software geworfen und warum es Torvalds beste Entscheidung war Linux als Freie Software zu veröffentlichen.
Diese Geschichte wird mit einem lockeren und flüssigen Erzählstil erzählt. Damit ist diese Geschichte angenehm kurzweilig erzählt und besitzt auch ein wenig Humor. Just for Fun ist ein sehr interessantes Zeitdokument, das gerade für Technikinteressierte sehr interessant sein dürfte.
Amazon Affiliate Link (Englische Ausgabe): https://amzn.to/4nA6Fjn
Amazon Affiliate Link (Deutsche Ausgabe): https://amzn.to/46352og
| Verlagsinformation: | ||
| Titel: | Just for Fun: The Story of an Accidental Revolutionary | |
| Autor: | Linux Torvalds und David Diamond | |
| Verlag: | Harper Business | |
| Veröffentlichungdatum: | 2002 | |
| ISBN-10 | 0066620732 | |
| ISBN-13 | 978-0066620732 | |
| Verlagsinformation: | (Deutsche Ausgabe) | |
| Titel: | Just for Fun: Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte Die Biographie des Linux-Erfinders |
|
| Autor: | Linux Torvalds und David Diamond | |
| Verlag: | dtv | |
| Veröffentlichungdatum: | 1. Dezember 2002 | |
| ISBN-10 | 3423362995 | |
| ISBN-13 | 978-3423362995 | |





